10 Tipps für weniger Zucker in der Ernährung ▷ Leicht umsetzbar

Mit ein wenig Experimentierfreude kann Zuckerreduzieren sogar Spaß machen (Foto: Andrey_Popov | Shutterstock)
In diesem Artikel:
- Vermeiden Sie gesüßte Getränke
- Setzen Sie auf ganze Früchte und zuckerarme Obstsorten
- Mischen Sie sich Ihr Müsli oder Porridge selbst
- Kochen Sie zu Hause mit frischen Zutaten
- Snacken Sie - aber gesund
- Genießen Sie zuckerarme Desserts
- Lesen Sie, was in verpackten Lebensmitteln steckt
- Schützen Sie sich vor Heißhungerattacken
- Backen Sie Brot und süße Backwaren selbst
- Genießen Sie selbstgemachte Chia-Marmelade
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1. Vermeiden Sie gesüßte Getränke
Hand aufs Herz: Trinken Sie gerne Softdrinks, Energy Drinks, Smoothies oder Fruchtsäfte? Damit sind Sie nicht alleine.
Wie beliebt zuckerhaltige Getränke bei den Deutschen sind, zeigen die Produktionsdaten aus dem Jahr 2023:
Laut dem statistischen Bundesamt wurden allein in diesem Jahr 7,76 Milliarden Liter zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke in Deutschland hergestellt. Pro Kopf entspricht das ganzen 93 Litern!1
Durchschnittlich trinkt jeder Deutsche über 36 Liter Limonade und koffeinhaltige Cola-Getränke pro Jahr.2
Das Gefährliche an solchen Getränken: Viele beliebte Getränke decken häufig schon mehr als die Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs an Zucker.

Zuckergehalt von Getränken. In 200 Millilitern eines Softdrinks stecken bis zu 24 Gramm Zucker, also 6 gestrichene Teelöffel (1 gestrichener Teelöffel entspricht etwa 4 Gramm Zucker). Eine 500-Milliliter-Flasche eines isotonischen Sportgetränks enthält etwa die gleiche Menge, nämlich 25 Gramm Zucker. Ein 200-Milliliter-Glas Orangensaft enthält immerhin 18 Gramm Zucker, was etwa viereinhalb gestrichenen Teelöffeln entspricht.3
Wie wäre es stattdessen mit zuckerärmeren Alternativen?
- Selbstgemachtes aromatisiertes Wasser: Geben Sie zum Beispiel ganze Beeren, Zitronen-, Orangen- oder Limettenscheiben, Apfel-, Gurken- oder Möhrenstücke, Minze, Basilikum, Rosmarin oder Thymian in Ihr Wasser und lassen Sie es eine Weile ziehen, bevor Sie es trinken. Besonders gut eignen sich hierfür Flaschen mit Siebeinsatz. Ihrer Fantasie und Experimentierfreude sind keine Grenzen gesetzt. Selbstgemachtes aromatisiertes Wasser ist nicht nur eine tolle zuckerarme Alternative. Es sieht auch dekorativ aus.
- Ungesüßte Kräuter- und Früchtetees: Kräuter- und Früchtetees können eine sehr aromatische Alternative zu Softdrinks darstellen. Vor allem für den Sommer bieten einige Hersteller mittlerweile sogenannte cold brew teas (kalt aufgegossene Tees) an. Sie werden kalt zubereitet und können sofort genossen werden.
- Ungesüßtes Kokoswasser: Ungesüßtes Kokoswasser hat sich in den letzten Jahren zum Trendgetränk entwickelt. Es schmeckt leicht süßlich, ist fett- und kalorienarm und hat einen hohen Gehalt an Elektrolyten wie Kalium und Natrium. Der Kaliumgehalt ist sogar doppelt so hoch wie der von Bananen und deutlich höher als der von Sportgetränken.4,5
- Kaffee mit Zimt, Muskatnuss oder Nussmus: Kaufen Sie keine gesüßten Kaffeegetränke, auch wenn sie noch so verlockend sind und im Trend liegen. Sie können Ihren Kaffee stattdessen hervorragend mit Zimt oder Muskatnuss aufpeppen. Einen cremigen, nussigen Kaffee erhalten Sie, wenn Sie ein oder zwei Teelöffel ungesüßtes Nussmus unterrühren. Verwenden Sie beispielsweise Mandel-, Haselnuss- oder Erdnussmus.
2. Setzen Sie auf ganze Früchte und zuckerarme Obstsorten
Obst ist doch gesund, nicht wahr? Grundsätzlich stecken in Obst viele lebenswichtige natürliche Nährstoffe. Dennoch enthält es viel Zucker, und zwar in Form der Fructose (Fruchtzucker).
Darum gilt hier:
Verzehren Sie ganze Früchte statt Fruchtmus und Smoothies.
Ganze Früchte enthalten meist weitaus weniger Fructose als industriell erzeugte Fruchtpürees und Smoothies.6
Verzehren Sie die Früchte in pürierter Form, wird Ihr Körper förmlich in kurzer Zeit mit großen Mengen Fructose überflutet.6 Ein Fruchtpüree ist deutlich schneller gegessen als ein ganzer Apfel mit Schale.
Da das Kauen entfällt, stellt sich zudem das Sättigungsgefühl deutlich später ein. Darüber hinaus enthalten ganze Früchte mehr Vitamine, Ballaststoffe und andere gesunde Inhaltsstoffe als Smoothies oder Fruchtpürees.7,8
Der Grund: Für diese Obstalternativen werden meist geschälte Fruchtteile und häufig anteilig auch Fruchtsäfte verwendet. Viele gute Inhaltsstoffe stecken jedoch in und unter der Schale.8
Eine zentrale Rolle bei ganzen Früchten spielen die Ballaststoffe. Sie erhöhen das Volumen, sättigen und wirken sich positiv auf eine gesunde Darmbewegung aus.
Zudem sorgen sie dafür, dass der Fruchtzucker langsamer zur Verstoffwechselung in die Leber gelangt.6 Bei regelmäßiger, zu schneller Fructose-Aufnahme in Form von pürierten Früchten und Fruchtsäften können selbst gesunde Menschen Verdauungsbeschwerden entwickeln.
Bevorzugen Sie zuckerarme Obstsorten.
Unterschiedliche Obstsorten haben auch einen unterschiedlichen Zuckergehalt. Wenn Sie also Ihren Zuckerkonsum einschränken möchten, sollten Sie lieber Obstsorten mit weniger Zucker bevorzugen.
Hier finden Sie einige Obstsorten und ihren Zuckergehalt im Überblick:
| Obstsorte | Zucker gesamt in Gramm pro 100 Gramm |
|---|---|
| Rhabarber | 1 |
| Himbeeren | 5 |
| Johannisbeeren, rot | 5 |
| Erdbeeren | 5 |
| Heidelbeeren | 6 |
| Bombeeren | 6 |
| Grapefruit | 7 |
| Wassermelone | 7 |
| Papaya | 7 |
| Nektarine | 8 |
| Cantaloupe-Melone | 8 |
| Kiwi | 9 |
| Ananas | 9 |
| Birne | 10 |
| Apfel | 10 |
| Pflaumen | 11 |
| Süßkirschen | 11 |
| Bananen | 15 |
| Trauben | 16 |
Ist Rhabarber eigentlich ein Obst oder ein Gemüse?
Rhabarber gilt aus botanischer Sicht als Gemüse. In der Küche wird er jedoch dem Obst zugeordnet.11
3. Mischen Sie sich Ihr Müsli oder Porridge selbst
Fertiges Müsli oder Porridge aus dem Supermarkt enthält oft große Mengen an Zucker. Selbst in den Varianten, die mit “weniger Zucker” oder “weniger süß” gekennzeichnet sind, steckt noch viel Zucker und darüber hinaus häufig Süßungsmittel wie zum Beispiel Maltit.
Die volle Kontrolle über den Zuckergehalt Ihres Frühstücks haben Sie, wenn Sie es selbst zubereiten. Sie können Ihr Müsli oder Porridge ganz einfach selbst aus verschiedenen Getreiden, frischem oder Trockenobst, Nüssen oder Kernen und Gewürzen zusammenstellen.
Müsli und Porridge selbst gemacht
- Verwenden Sie möglichst Vollkorn-Getreideflocken. Haferflocken sind zum Beispiel eine gute Wahl, denn sie enthalten viel Eiweiß und wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Eine optimale Portion sind etwa 30 bis 40 Gramm Getreideflocken (etwa 3 bis 4 Esslöffel).
- Eine kleine Menge Nüsse, Samen und Keime können das Müsli aufpeppen und enthalten viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Darunter gesunde Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß.
- Für natürliche Süße bieten sich vor allem zuckerarme, frische Früchte an. Ab und zu dürfen es auch kleine Mengen Trockenobst wie klein geschnittene Datteln oder Rosinen sein, wenn es mal besonders süß sein soll.
- Gewürze machen das Frühstück abwechslungsreich. Ein bisschen Zimt, Vanille, Muskat oder Kardamom liefern tolle Aromen. Auch Orangenschale kann Ihr Müsli aufpeppen.
- Variieren Sie Milch (oder Pflanzendrink), Skyr und Joghurt. Skyr ist zum Beispiel fettarm und proteinreich.
- Falls Sie pflanzliche Milchalternativen bevorzugen, achten Sie darauf, dass diese keinen zugesetzten Zucker enthalten. Oder noch besser: Stellen Sie Ihre Hafer- oder Mandelmilch selbst her.
Rezept, wenn es schnell gehen muss: Blitz-Mandelmilch
500 ml Wasser
3 EL Mandelmus, weiß
1 Prise Salz
¼ TL Vanille, gemahlen
1 Messerspitze Zimt (optional)
1 Dattel
Alle Zutaten in einem Hochleistungsmixer zu einer homogenen Flüssigkeit vermischen.
4. Kochen Sie zu Hause mit frischen Zutaten
Wenn Sie selbst kochen, haben Sie den täglichen Zuckerverzehr besser im Blick. Denn je mehr frische Zutaten Sie verwenden, umso weniger versteckte Zuckerfallen lauern.
Nehmen wir doch mal eine Tiefkühlpizza: Die meisten industriell gefertigten Pizzaböden bestehen aus Weizenmehl.
Italienisches Spezialmehl aus Weizen und Hartweizen zur Herstellung von Pizza enthält beispielsweise ein Gramm Zucker und etwas mehr als vier Gramm Ballaststoffe auf hundert Gramm Mehl.12
Verwenden Sie zu Hause stattdessen zum Beispiel Dinkelvollkornmehl für den Pizzaboden, dann hat dieses weniger als die Hälfte Zucker, aber fast doppelt so viele Ballaststoffe wie das Pizzamehl.13
Auch bei der Pizzasoße können Sie Zucker einsparen. Eine selbst gemachte Pizzasoße kommt beinahe oder sogar vollständig ohne Zucker aus. Industriell erzeugten Pizzassoßen wird hingegen häufig zusätzlicher Zucker zugesetzt.
5. Snacken Sie - aber gesund
Mal ehrlich: Die meisten von uns gönnen sich ab und zu gerne mal einen Snack. Und das ist auch völlig okay so.
Mit kleinen Tricks kann aus zuckerlastigen Kalorienbomben sogar eine gesunde Zwischenmahlzeit werden.
Tricks: Kalorienbomben in gesunde Snacks verwandeln
- Greifen Sie zu Nüssen statt zu Gummibärchen und Schokolade. Wenn Sie diese in kleinen Portionen vorbereiten, haben Sie auch gleich gesunde Mengen im Blick. Faustregel: eine kleine Handvoll Nüsse pro Tag. Das entspricht etwa 25 Gramm Nüssen.14
- Falls es doch mal Schokolade sein soll: Wählen Sie Schokoladensorten mit hohem Kakao- und geringem Zuckeranteil. Achten Sie auf hochwertige Qualität. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser.
- Trainieren Sie Ihren Geschmackssinn. Ersetzen Sie einige süße Snacks beispielsweise durch etwas Rohkost mit Hummus als Dip. Nach und nach wird sich Ihr Geschmackssinn an den weniger süßen Geschmack gewöhnen.
- Essen Sie zuckerarmes Obst anstelle von industriell hergestellten Süßigkeiten.

Zuckergehalt von Schokolade. Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Der Zuckergehalt unterscheidet sich zum Teil erheblich. Meist gilt: Je höher der Kakaoanteil, desto geringer der Zuckergehalt. In der Grafik sind exemplarisch die Zuckergehalte unterschiedlicher Schokoladen dargestellt.15
6. Genießen Sie zuckerarme Desserts
Auch der Nachtisch muss nicht zwangsläufig viel Zucker enthalten. Natürlich können Mousse au Chocolat, Pudding, Kuchen und Co. verlockend sein.
Wenn Sie jedoch Zucker sparen möchten, gibt es auch bessere Alternativen.Wie wäre es zum Beispiel mit:
- einer lockeren Creme aus Magerquark mit etwas Mineralwasser, gemahlener Vanille und frischen Beeren
- einer Mousse au Chocolat aus Avocado, Bananen und ungesüßtem Kakao
- einem Fruchtpudding aus zuckerarmen pürierten Früchten und Agar-Agar
Natürlich haben vor allem reife Bananen auch nicht gerade wenig Zucker. Dennoch sind mit Obst gesüßte Desserts meist insgesamt zuckerärmer und gesünder als industriell hergestellte Desserts mit Haushaltszucker und Süßungsmitteln.
Ein kleiner Tipp für Pudding mit handelsüblichem Puddingpulver
Vor allem Bourbon-Vanillepudding schmeckt auch hervorragend, wenn Sie ihn ohne den auf der Packung angegebenen Zucker zubereiten.
Gleiches gilt auch für (Dinkel-)Grießbrei. Hier reicht ein wenig Zimt zum Würzen aus.
7. Lesen Sie, was in verpackten Lebensmitteln steckt
Manchmal muss es schnell gehen und der Griff zu hochverarbeiteten Fertigprodukten ist verlockend. Und auch in verpackten Wurstwaren kann Zucker stecken.
Daher lohnt sich der Blick auf die Zutaten und die Nährwerttabellen verpackter Lebensmittel in ruhigeren Momenten.
So erfahren Sie, wie viel Zucker in Ihren üblicherweise verwendeten Lebensmitteln steckt.
Vergleichen Sie die Produkte innerhalb einer Produktgruppe miteinander und entscheiden Sie sich für das Produkt mit weniger Zucker. Denn vergleichbare Produkte unterschiedlicher Hersteller enthalten oft unterschiedliche Mengen Zucker.
8. Schützen Sie sich vor Heißhungerattacken
Vielleicht haben Sie auch schon Bekanntschaft mit ihnen gemacht: den Heißhungerattacken. Vor allem, wenn wir uns besonders bemühen, gesünder zu essen, tauchen sie gerne mal auf.
Doch warum ist das so?
Wie entstehen Heißhungerattacken, insbesondere die Lust auf Süßes?
Unser Gehirn ist auf Glucose als Hauptenergiequelle angewiesen. Die Aufnahme von Glucose verbessert die Hirnleistungsfähigkeit. Geistig anstrengende Aufgaben und Umstände lassen hingegen den peripheren Blutzuckerspiegel sinken.16
Das könnte erklären, warum wir häufig Heißhunger auf Süßes haben.
Was passiert eigentlich, wenn wir etwas Süßes essen?
Eine wichtige Rolle spielen hier Botenstoffe, die Wissenschaftler als Neurotransmitter bezeichnen. Das Glückshormon Dopamin wird jedes Mal ausgeschüttet, wenn wir etwas Süßes wie Schokolade oder Gummibärchen essen.17 Unser Belohnungssystem wird aktiviert.
Die Folge: Unser Gehirn will mehr davon.
Auch die Hormone Insulin und Ghrelin sind an den Heißhungerattacken nicht unschuldig. Insulin sorgt nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit einfachen Kohlenhydraten (zum Beispiel Laugenbrezeln, Cornflakes, Schokolade, Kuchen oder Kekse) für einen schnellen Abfall des Blutzuckerspiegels.
Durch den dadurch entstandenen Energiemangel verlangt unser Körper nach mehr. Ghrelin als “Hungerhormon” verstärkt dieses Verlangen.17 Es wird unter anderem bei Stress und Schlafmangel vermehrt gebildet.
Was bedeutet das nun für uns und unseren Heißhunger?
Wichtig ist es, starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Das erreichen wir durch regelmäßige Mahlzeiten und indem wir Vollkornprodukte und proteinreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Hülsenfrüchte bevorzugen.
Natürlich müssen Sie nicht vollständig auf einfache Kohlenhydrate verzichten. Idealerweise kombinieren Sie diese mit proteinreichen Lebensmitteln, Ballaststoffen und gesunden Fetten. Das hält den Blutzuckerspiegel stabil.
Auch sollten Sie den Einfluss von Schlafmangel und Stress nicht unterschätzen. Sorgen Sie für ausreichenden Schlaf und eine gute Schlafqualität. Erlernen Sie Techniken zum Stressabbau, zum Beispiel autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.
All das kann helfen, Heißhunger zu vermeiden.
Sollten Sie doch mal von Heißhungerattacken heimgesucht werden, können Sie Folgendes versuchen
- Lenken Sie sich beispielsweise bei einem Spaziergang an der frischen Luft ab
- Trinken Sie eine Tasse Tee. Das führt zu einem leichten Sättigungsgefühl.
- Greifen Sie zu gesunden Snacks. Ideal sind Nüsse oder Kerne, aber auch ein Joghurt mit gemahlener Vanille
9. Backen Sie Brot und süße Backwaren selbst
Brot, selbst gebackene Kuchen und andere Leckereien schmecken frisch aus dem Ofen nicht nur besonders gut. Wenn Sie selbst backen, haben Sie auch volle Kontrolle über die Zutaten und damit über den Zuckergehalt.
Das Internet und zahlreiche Backbücher bieten eine Vielzahl an Rezepten für jeden Geschmack. Der Zuckeranteil in den meisten Rezepten kann bis zur Hälfte reduziert werden. Auch für Menschen mit wenig Zeit finden sich Brot-, Brötchen- und Kuchenrezepte.
10. Genießen Sie selbstgemachte Chia-Marmelade
Industriell hergestellte, aber auch herkömmliche selbst gekochte Marmelade enthält meist große Mengen Gelierzucker. Das ist eine Mischung aus Geliermitteln (zum Beispiel Pektin) und Zucker.
Wenn Sie auf Marmelade nicht verzichten und trotzdem Ihren Zuckerkonsum ohne Ersatz durch Süßstoffe reduzieren möchten, dann ist vielleicht selbstgemachte Chia-Marmelade ein Geheimtipp für Sie.
Dazu werden einfach saftige Früchte nach Wahl (beispielsweise Beeren) püriert, Chiasamen zugefügt und bei Bedarf leicht gesüßt. Statt Haushaltszucker bietet sich zum Beispiel Ahornsirup an. Dieser enthält auf hundert Gramm ein Drittel weniger Zucker.18
Diese Früchte eignen sich besonders gut
- Beeren: Brombeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Holunderbeeren
- Steinobst: Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Aprikosen
- Exotische Früchte: Orangen (Zitronen und Grapefruits können Sie ebenfalls verwenden, sind aber deutlich saurer), Kiwis, Ananas, Mango
Bevorzugen Sie am besten Obstsorten mit geringem Zuckergehalt.
Gewürze wie gemahlene Vanille, Zimt, Ingwer, Zitronen- oder Orangenschale sorgen für Abwechslung.
Erdbeer-Nektarinen-Chiamarmelade
200 g frische Erdbeeren, halbiert
100 g frische Nektarinen, entsteint und gewürfelt
2 EL Chiasamen
1-2 EL Ahornsirup
1 Messerspitze Vanille, gemahlen
Pürieren Sie das gewaschene und vorbereitete Obst und fügen Sie Chiasamen, Ahornsirup und Vanille hinzu. Füllen Sie die Mischung in ein abgekochtes Schraub- oder Einmachglas und stellen Sie sie für etwa 2 Stunden in den Kühlschrank.
Aufgrund der quellenden Chiasamen dickt die Mischung ein und erhält ihre Marmelade-artige Konsistenz. Die Chiamarmelade sollten Sie aufgrund der frischen Früchte innerhalb von wenigen Tagen verzehren.
Zusammenfassung
Mit einigen Tipps und Tricks lässt sich relativ einfach eine ganze Menge Zucker in unserer Ernährung einsparen.
5 wichtige grundlegende Aspekte sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zuckerreduktion:
- Unser Geschmackssinn gewöhnt sich an weniger süße Speisen und Getränke, wenn wir Zucker Schritt für Schritt reduzieren, anstatt ihn gleich ganz vom Speiseplan zu verbannen.
- Wenn wir unsere Speisen und Getränke selbst zubereiten, haben wir volle Kontrolle darüber, wie viel Zucker wir ihnen hinzufügen.
- Gewürze wie Zimt, Vanille, Muskatnuss, Ingwer, Orangen- oder Zitronenschale peppen unsere Speisen und Getränke auf und können das Verlangen nach Süßem reduzieren.
- Gesunde Snacks (zum Beispiel Nüsse) und regelmäßige Mahlzeiten mit ausreichend Protein und gesunden Fetten helfen, Heißhungerattacken auf Süßes zu vermeiden.
- Wenn wir zu zuckerarmen Obstsorten wie beispielsweise Beeren greifen, können wir Tag für Tag kleine Mengen Zucker einsparen, was über längere Zeit eine große Wirkung erzielt.
Wichtig ist vor allem, dass Sie verstehen, wie Heißhunger entsteht und offen für zuckerarme Alternativen sind. Mit ein wenig Experimentierfreude kann Zuckerreduzieren sogar Spaß machen.
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Die Zeit nach der Klinik ist für Angehörige oft die größte Herausforderung. Unser Online-Kurs führt Sie in 13 kompakten Modulen durch die Zeit danach. Der Kurs ist ein kostenfreies Angebot gesetzlicher Krankenkassen nach § 45 SGB XI.
Artikel aktualisiert am: - Nächste geplante Aktualisierung am:
Autoren
Dipl.-Biol. Claudia Helbig unter Mitarbeit von Dr. med. Mark Dankhoff
Claudia Helbig ist Diplom-Human- und Molekularbiologin und hat zuvor eine Ausbildung zur Arzthelferin absolviert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Medizinischen Biochemie und Molekularbiologie hat sie Medizinstudenten in Pathobiochemie-Seminaren und Praktika betreut. Nach Ihrer Arbeit in der pharmazeutischen Forschung hat sie in einem Auftragsforschungsinstitut für klinische Studien unter anderem Visiten mit Studienteilnehmern zur Erhebung von Studiendaten durchgeführt und Texte für die Website verfasst. Mit ihrem interdisziplinären Hintergrund und ihrer Leidenschaft zu schreiben möchte sie naturwissenschaftliche Inhalte fachlich fundiert, empathisch und verständlich an Interessierte vermitteln. [mehr]
Quellen
- Zahl der Woche Nr. 28: 93 Liter zuckerhaltige Erfrischungsgetränke pro Kopf wurden 2023 produziert.; Statistisches Bundesamt (DESTATIS); (erstellt am 09.07.2024; abgerufen am 01.12.2025) - URL: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2024/PD24_28_p002.html
- Softdrinks und Erfrischungsgetränke - Daten & Fakten; Statista; (erstellt am 14.10.2025; abgerufen am 01.12.2025) - Autorin: Jennifer Gerhus - URL: https://de.statista.com/themen/6511/softdrinks/
- Checkliste Nährwerte: Kalorien, Cholesterin, Fette, Eiweiß, Purine, Ballaststoffe; Reihe: Gesundheit mit der Apotheke; 4. Auflage - Publikation: Govi-Verlag Eschborn, 2021 - ISBN: 978-3-7741-1579-8
- Kokoswasser: Was ist dran an dem Trend?; A. Vogel AG; (abgerufen am 01.12.2025) - Autorin: Gisela Dürselen - URL: https://www.avogel.ch/de/ihre-ernaehrung/themenuebersicht/kokoswasser.php
- Coconut Water: A Sports Drink Alternative? - Autoren: Brendan J. O’Brien, Leo R. Bell, Declan Hennessy, Joshua Denham, Carl D. Paton - Publikation: Sports. 2023; 11(9) - DOI: 10.3390/sports11090183
- Warum Obst essen gesünder ist als Smoothies trinken; Deutsche Apotheker Zeitung; (erstellt am 04.02.2020; abgerufen am 01.12.2025) - URL: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/02/04/obst-ist-gesund-aber-auch-vertraeglich
- Smoothies - neue Trends; Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES); (abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/lebensmittelgruppen/getranke/smoothies-neue-trends-147527.html
- Gesunde Ernährung: Fragwürdige Alternativen aus der Fabrik; Verbraucherzentrale NRW e. V. - Chefredaktion: Oliver Havlat (inhaltlich verantwortlich) - URL: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/gesund-ernaehren/gesunde-ernaehrung-fragwuerdige-alternativen-aus-der-fabrik-5166
- Welches Obst ist bei Diabetes empfehlenswert?; Roche Diagnostics Deutschland GmbH; (abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://www.accu-chek.de/ratgeber-diabetes/obst-diabetes#para-6771
- Raw Fruits Poster (Text Version / Accessible Version); U. S. Food & Drug Administration (FDA); (Stand: 13.12.2017; abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://www.fda.gov/food/nutrition-food-labeling-and-critical-foods/raw-fruits-poster-text-version-accessible-version
- Ist Rhabarber Obst oder Gemüse?; Bundesinformationszentrum Landwirtschaft; (letzte Aktualisierung am 20.08.2025; abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://www.landwirtschaft.de/tier-und-pflanze/pflanze/gemuese/ist-rhabarber-obst-oder-gemuese
- Pizzamehl; Vier Jahreszeiten Einzelhandels KG; (abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://vierjahreszeiten.biodeliver.de/produkte/detail/10852/pizzamehl
- Nährwertangaben; Poschenrieder Mühle Bruckdorf; (abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://www.poschenrieder-muehle.de/naehrwertangaben/
- Hülsenfrüchte und Nüsse; Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE); (abgerufen am 02.12.2025) - URL: https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/gut-essen-und-trinken/dge-ernaehrungskreis/huelsenfruechte-und-nuesse/
- Die Nährwerttabelle: über 40.000 Nährstoffangaben: einfache Handhabung: Tabellen zu Laktose, Fruktose, Gluten, Purin, Jod und trans-Fettsäuren; 10. aktualisierte Auflage - Autoren: Helmut Heseker, Beate Heseker - Publikation: Umschau Zeitschriftenverlag Wiesbaden, 2025 - ISBN: 978-3-930007-46-2
- Sweet cognition: The differential effects of glucose consumption on attentional food bias in individuals of lean and obese status - Autoren: Ashley E. Mason, Kinnari Jhaveri, Samantha Schleicher, Carlos Almeida, Alison Hartman, Angela Wackerly, Diana Alba, Suneil K. Koliwad, Elissa S. Epel, Kirstin Aschbacher - Publikation: Physiology & Behavior. 2019 Jul; 206:264-273 - DOI: 10.1016/j.physbeh.2019.04.014
- The Case of Sugar Addiction - The Causes of Sweet Cravings; Zentrum für klinische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden; (erstellt am 08.02.2025; abgerufen am 03.12.2025) - URL: https://zkn.uniklinikum-dresden.de/en/sherlock-ms/the-case-of-sugar-addiction-the-causes-of-sweet-cravings
- Ahornsirup/Kanada; Ernährungsumschau; (abgerufen am 04.12.2025) - Herausgeber: Univ.-Prof. Dr. Helmut Heseker - Ehrenherausgeber: Prof. Dr. med. vet. Helmut F. Erbersdobler - URL: https://www.ernaehrungs-umschau.de/branche/firmendetailseite/ahornsirupkanada/


